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P800 Review

Ich benütze das P800 nun seit Mitte Februar 2003 Tag für Tag. Ich werde es in diesem Test mit dem Sonyericsson T300, dem Nokia 8310, dem Nokia 8910i und dem Ericsson R250 Pro vergleichen.

Nach langem Warten durfte ich am Mittwoch, dem 19. Februar 2003 endlich das P800 in Empfang nehmen. Das erste was
(eben nicht) auffällt, ist der unscheinbare, in SE-Grün gehaltene Karton. Dieser gleicht dem des T68i und T300, nur halt grösser. Er schützt das P800 sehr gut beim Transport. Zuoberst liegt die Bedienungsanleitung (Deutsch und Französisch), die Kurzanleitung, die Informationen über die SAR-Werte, Service- und Supportangaben für 37 Länder, ein kleiner Zubehörkatalog und die 2 CDs mit Software für den PC und das P800.

Darunter befindet sich das P800 (der Flip ist ab Werk montiert), der Akku (Separat), das Ladegerät, die Sync- und Ladestation, die Abdeckung für den Gebrauch ohne den Tastaturflip, der Memorystick DUO, der Memorystickadapter, 3 Ersatz-Eingabestifte, ein Stereoheadset und eine Tasche aus Neoprenstoff. Diese ist gut verarbeitet, schützt das P800 aber nur gegen Kratzer.

Verarbeitung, Optik

Gesamthaft gesehen ist das P800 sehr gut verarbeitet. Der Akkudeckel hätte ein bisschen stabiler ausfallen können, denn dieser knarzt wenn man die Tasten des Flip’s bedient und somit Druck auf die Akkuabdeckung ausübt. Mittlerweile wurde der Akkudeckel von SonyEricsson mit Querstreben verbessert. Damit ist das Knarzen ausgemerzt. Jedoch wiegt der neue Akkudeckel einige Gramm mehr. Das Plastik, welches für den Tastaturflip verwendet wurde fühlt sich nicht so hochwertig an wie der restliche Kunststoff. Mich erinnert es entfernt an Tupperware-Plastik. Diesen Eindruck hat man aber auch, weil der Tastaturflip transparent ist. Bei Nacht ist das zwar sehr schön, am Tag (besonders in heller Umgebung) wirkt es aber billig.
Dafür sitzen die Tasten Bombenfest. Hier wackelt und klappert nichts. Einzig seitlich hat der Flip ein wenig Spiel, was aber nicht vermeidbar ist und nicht stört. Die Spaltmasse des P800 sind recht gut. Von meinen Vergleichs-Handys können nur das R250 Pro und das Nokia 8910i mithalten. Das Sonyericsson T300 muss sich geschlagengeben - es knarzt an allen Ecken und Enden. Auch das Nokia 8310 fällt ab. Insgesamt belegt das P800 beim Kapitel Verarbeitung Platz 2. Ungeschlagen teilen sich das Nokia 8910i und das Ericsson R250 Pro den ersten Platz. Es wäre schön gewesen, wenn Sonyericsson dem P800 ein Alu- oder Titangehäuse spendiert hätte. Bei einem Gerät dieser Preisklasse kann man das meiner Meinung nach erwarten.
Die Installation der Simkarte und des Akkus ist einfach. Die (de)Montage des Tastaturflips wird nach ein paar mal ebenfalls zur Routine. Das erste Mal sollte man vorsichtig vorgehen, wenn man die Flip-Abdeckung entfernt.

 


Praxis

Der Tastaturflip

Der Tastaturflip ist nicht etwa eine Premiere, bereits beim Ericsson R380 wurde er eingesetzt. Hingegen neu ist, dass man ihn auch demontieren kann. Dies ist sehr gut, denn der Flip ist Geschmackssache. Er ermöglicht einerseits eine Einhandbedienung, andererseits sind die Tasten recht klein und der Druckpunkt hart, aber klar definiert. Beim betätigen einer Taste drückt ein kleiner Plastikstift direkt auf den Touchscreen. Dieser Umstand erschwerte es den Entwicklern von Sonyericsson eine Tastatur zu bauen, die so gut ist wie zum Beispiel die des T68. Unter Berücksichtigung dieser Schwierigkeiten finde ich aber, dass Sonyericsson seine Arbeit sehr gut gemacht hat.

Der Jog-Dial

Der Jog-Dial stammt ja ursprünglich aus dem Hause Sony, und wir verdanken es wohl dem Joint-Venture, dass er dem P800 implementiert wurde. Es ist ein sogenannter 5D Jog-Dial, was bedeutet, dass er sich in 5 Richtungen bewegen lässt (rauf, runter, nach hinten, nach vorne, hinein). Somit lässt sich das P800 im Flip-Closed Modus angenehm mit einer Hand bedienen.

Inbetriebnahme

Das erste mal sollte man den Akku mindestens 4 Stunden laden. Beim Einschalten wird eine farbenprächtige Animation des SE-Logos gezeigt, die gleich die Qualität des Bildschirms unter Beweis stellt. Zuerst gilt es die Sprache zu wählen. Das P800 schaltet sich danach aus. Wenn man es wieder einschaltet dauert es das erste mal nach der Sprachwahl einige Zeit bis man (gegebenenfalls) den Pin-Code eingeben musss. Anschliessen wird man dazu aufgefordert das Land, Zeit, Datum, Zeit- bez. Datumsformat zu bestimmen. Es folgt die Ausrichtung des Touchscreens, indem man auf drei vorgegeben Punkte auf dem Display klicken muss.

Funktionen im Flip-Closed (FC) Modus

Im FC-Modus wird der Empfang, der Batteriestatus, Zeit und Datum und der Netzbetreibername angezeigt. Es lässt sich ein Hintergrundbild definieren. Ausserdem werden ein bisschen klein geratene Symbole für Tastensperre, ungelesene Nachrichten, Bluetooth und Infrarot angezeigt.
Mittels der Menutaste kann man folgendes direkt einstellen:
  • Tastensperre ein
  • Stummschaltung ein
  • Anrufe (Anrufe in Abwesenheit)
  • Status (Akkustand in %, Gprs, Datum)
  • Nummer einfügen (eine zuvor kopierte Nummer einfügen)
  • Anwendungen (Man gelangt ins Anwendungsmenu)
Der Funktionsumfang ist im FC-Modus eingeschränkt. Die vorhandenen Menupunkte sind:
  • Audio-Player
  • Aufgaben
  • Communicam
  • Jotter
  • Kalender
  • Kontakte
  • Nachrichten
  • Online-Dienste
  • Sprachmemo
  • Verbindungen
Es lassen sich fünf Menupunkte, welche Karussellartig angeordnet sind, mit dem Jogdial auswählen. Die Funktion, mit der man den mittleren der fünf Menupunkte belegt, kann auch direkt über die Ok-Taste aufgerufen werden. Zu den einzelnen Funktionen:
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